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Ihr Rechtsanwalt für Pferderecht im Ruhrgebiet (Dinslaken im Kreis Wesel)

Als überzeugter Tierfreund habe ich schon immer mit Tieren zu tun gehabt. Dazu zählen unter anderem auch Pferde. Aufgrund meiner besonderen Bindung zu diesen Tieren, nutze ich in meinem beruflichen Alltag die Chance, um mich als Rechtsanwalt für Pferderecht intensiv für sie und pferdebegeisterte Menschen einzusetzen.

Der Begriff "Pferderechtler" verwundert Laien häufig. Wer keinen Bezug zu Pferden hat, begegnet der Materie mit einem fragenden oder überrascht schmunzelnden Blick. Pferderecht hat einen traditionell sehr hohen Stellenwert, auch wenn es sich nicht um ein fachspezifisches Rechtsgebiet handelt. Es besteht nicht die Möglichkeit, das Interesse an der Tätigkeit in einer Fachanwaltsausbildung zu manifestieren. Für Reiter, Züchter, Pfleger oder Veterinäre hat das Teilrechtsgebiet dennoch eine überragende Bedeutung.

Das Pferd hat sich weltweit zu einem milliardenschweren Wirtschaftsmarkt entwickelt. In Deutschland gibt es schätzungsweise 900.000 Pferde, die insgesamt 300.000 Menschen ihren Arbeitsplatz sichern. Die Märkte der Ausrüstungs-, Futter-, Pflege- oder Pferdetransporterindustrie wurden dabei, ebenso wie die medizinische Versorgung, gar nicht berücksichtigt. Es liegt auf der Hand, dass dieser Markt auch rechtlich begleitet werden muss.

Im Mittelpunkt meiner Tätigkeit als Rechtsanwalt steht immer das Tier. Die Problemfelder sind derart vielfältig, dass sich die Materie unter den Rechtswissenschaftlern als Sondermaterie durchgesetzt hat, ohne einen eigenständigen Fachbereich zu bilden.

Ansprüche aus dem Pferdekaufvertrag

Prinzipiell sind Pferde natürlich keine Sachen. Sie werden aber nach den zivilrechtlichen Vorschriften (§90a BGB) rechtlich wie solche behandelt. Ob diese Würdigung moralisch und tierfreundlich ist, kann sicherlich angezweifelt werden. In der Praxis zeigen sich bei einem Pferdekauf gewisse Standardprobleme. Jedes Pferd ist ein einzigartiges Lebewesen und eben kein maschinell hergestellter Neuwagen. Nichtsdestotrotz sind die allgemeinen Vorschriften auch bei einem Pferdekaufvertrag anzuwenden.

Zeigt sich nach einem Pferdekauf exemplarisch ein Sachmangel, weil das Tier plötzlich erkrankt, stellt sich die Frage nach dem tatsächlichen Zeitpunkt der Erkrankung. Eine gesundheitliche Störung kann durchaus schon bestanden haben, bevor das Pferd vom Verkäufer an den Käufer übergeben worden ist. Im Gegensatz zu technischen Gebrauchsgütern ist der Organismus bei Pferden -wie auch bei anderen Lebewesen- von Natur aus komplex. Daher ist es unerlässlich, vertragstypische Probleme gründlich und mit entsprechenden Beweisen aufzuarbeiten. Dass Verkäufer und Käufer bei einem Problemfall regelmäßig einen Dissens in der Frage der Beschaffenheit bei Gefahrübergang haben werden, hilft letztendlich dem Tier am wenigsten. Als Rechtsanwalt prüfe ich Ihren Kaufvertrag strukturiert und mache Ansprüche oder Einwände in Ihrem Namen umfassend geltend.

Möglicherweise verkaufen Sie auch Pferde und benötigen einen rechtssicheren Kontrakt. Gerne erstelle ich für Sie ein entsprechendes Vertragsmuster. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf aufmerksam machen, dass in der digitalen Welt zahlreiche Vertragsunterlagen als Muster angeboten werden. Die Frage ist allerdings, ob das jeweilige Vertragsmuster Ihr Vorhaben tatsächlich fördert oder letztendlich doch fordert. Der BGH hat beispielhaft Vereinbarungen für unwirksam erklärt, wonach Körper- und Gesundheitsschäden ausgeschlossen werden sollten. Auf derartige Besonderheiten sollte stets geachtet werden, um bei einem Rechtsstreit keine Nachteile erwarten zu müssen!

Ansprüche aus der Tierhalterhaftung

Tiere haben ihr eigenes Wesen. Das ist gut so, da sie unter anderem auch deswegen eine echte Bereicherung für den Menschen sind. Es bedeutet aber auch, dass Tierhalter für das Verhalten ihrer tierischen Begleiter verantwortlich sind. Gesetzlich geregelt ist die Tierhalterhaftung als sogenannte Gefährdungshaftung in § 833 BGB. Ansprüche daraus setzen nicht voraus, dass es sich um ein gefährliches Tier halten muss. Selbst das artigste Pferd kann plötzlich ein unerwartetes Verhalten zeigen, das durchaus eine Gefahr darstellt.

Es kommt im Rahmen der Tierhalterhaftung folglich nicht auf ein Verschulden des Tierhalters an. Zu unterscheiden ist allerdings zwischen Luxus- und Nutztieren, wobei die Differenzierung mitunter schwierig sein kann. Es kommt -wie so häufig in der Juristerei- auf den konkreten Einzelfall an. Als Pferderechtler setze ich mich daher vertieft mit der Tierhalterhaftung und ihren vielseitigen Fragestellungen auseinander. Dazu zählen auch sogenannte Weideunfälle sowie versicherungsrechtliche Probleme, die bei Schäden an Leihanhängern relevant werden können.

Ich empfehle bei jeder Tierhaltung den Abschluss spezieller Versicherungsangebote, wobei es hier ganz besonders auf die Feinheiten ankommt. Gerne berate ich Sie unabhängig zu dieser hochkomplexen Materie.

Ansprüche aus dem Pferdepensionsvertrag

Die Schwierigkeit bei einem Pferdepensionsvertrag besteht darin, dass es sich um sogenannte typengemischte Vertragsvereinbarungen handelt. Daher sind bei Fragen und Problemen mehrere Vertragsarten zu prüfen. Zu den Hauptanwendungsfällen zählen insbesondere Haftungsfragen des Stallbetreibers, wenn das untergebrachte Pferd gesundheitlich geschädigt wird, oder Differenzen zwischen den Vertragspartnern bei einer Kündigung des Vertrages.

Da es sich um einen typengemischten Vertrag handelt, sind schriftliche Vereinbarungen dringend zu empfehlen. Selbstverständlich erstelle ich in Ihrem Auftrag einen Pferdepensionsvertrag, der Ihren individuellen Anforderungen gerecht wird.

Ansprüche aus der Tierarzthaftung

Da auch Pferde von Zeit zu Zeit kränkeln, benötigen sie manchmal medizinische Hilfe, um wieder auf die Hufe zu kommen. Verursacht der Veterinär dabei einen Schaden, wobei ihm vorsätzliches oder zumindest fahrlässiges Handeln vorgeworfen werden kann, sollte unbedingt der Haftungsanspruch aus dem Behandlungsvertrag geprüft werden. Kunstfehler können verheerende Konsequenzen für das hilflose Tier haben. Darüber hinaus kann sich die Tierarzthaftung aus der Stellung als Tierhüter im Sinne des § 834 BGB ergeben.

Außerdem können auch fehlerhafte Gutachten, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Ankaufsuntersuchung, die Haftung des Tiermediziners begründen. Ich rate Ihnen bei einem Tierarzthaftungsprozess dringend dazu, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Damit der Rechtsanspruch gegen einen Veterinär durchgesetzt werden kann, müssen die Mängel nicht nur vorgetragen, sondern überzeugend bewiesen werden.

Juristische Methodik in Kombination mit tiermedizinischer Aufarbeitung verschafft eine optimistische Ausgangslage für einen erfolgreichen Verfahrensausgang.

Ansprüche gegen den Hufschmied

Pferde benötigen zu ihrem Schutz das Huf an ihrem Fußende. Leben die Tiere in Freiheit, reguliert die Natur selbst das ausgewogene Verhältnis zwischen der Abnutzung und dem Nachwachsen des Hufes. Sobald Pferde allerdings in menschlicher Obhut sind, werden sie häufig mehr beansprucht als in ihrer natürlichen Umgebung. Das Horn kann nicht mehr schnell genug ersetzt werden. Der Hufbeschlag ist daher unverzichtbar, um das Horn zu schützen.

Mit einem Spezialbeschlag können außerdem Stellungsfehler korrigiert oder Erkrankungen am Bewegungsapparat behandelt werden. Auf glattem Untergrund sichert der Beschlag dem Tier ferner einen sicheren Stand, sodass Verletzungen verhindert werden können. Für den optimalen Hufbeschlag beauftragen die meisten Pferdebesitzer einen spezialisierten Hufschmied. Zwischen den Parteien wird dann regelmäßig ein Werkvertrag geschlossen. Das bedeutet, dass der Schmied ein bestimmtes Ergebnis schuldet. Werden bei der Auftragsbearbeitung Fehler gemacht, kann das fatale Auswirkungen für den betroffenen Vierbeiner haben.

Priorität hat nunmehr die sofortige tierärztliche Behandlung des Pferdes, um vor allem Folgeerkrankungen und langwierige Entzündungen zu vermeiden. Anschließend sollte aber die Haftungsfrage geklärt werden, um den Anspruch rechtzeitig geltend zu machen.

Anwalt für Pferderecht - Es geht um Ihr Tier

Bei der vorbenannten Darstellung handelt es sich lediglich um Fälle, die in der juristischen Praxis vermehrt vorkommen. Die Aufzählung ist keineswegs abschließend. Das pferderechtliche Mandat kann sich beispielsweise auch aufgrund von öffentlich-rechtlichen Vorschriften ergeben. Soll eine Pferdeanlage umgebaut oder neu errichtet werden, sind auch baurechtliche Vorschriften zu prüfen.

Möglicherweise sind Ihnen von Seiten der zuständigen Behörde aber auch Auflagen erteilt worden, oder es wurde ein Bußgeld von einer Ordnungsbehörde gegen Sie verhängt. Bei diesen und ähnlichen Sachverhalten kollidiert das klassische Pferderecht mit dem Öffentlichen Recht.

Bei Fragen und Problemen mit pferderechtlichem Bezug freue ich mich auf Ihren Kontakt. Ich werde mich mit unermüdlicher Einsatzbereitschaft für die Rechte Ihres geliebten Vierbeiners einsetzen!