Hinweis zum Datenschutz

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir ein Session-Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Wenn Sie damit einverstanden sind, freuen wir uns, wenn Sie unsere Webseite weiter erkunden.
Sollten Sie der Verwendung nicht zustimmen, können Sie Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das Setzen von Cookies informiert werden und Cookies nur im Einzelfall erlauben, die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen sowie das automatische Löschen der Cookies beim Schließen des Browser aktivieren. Bei der Deaktivierung von Cookies kann die Funktionalität dieser Website eingeschränkt sein.

Ihr Rechtsanwalt für Zivilrecht im Ruhrgebiet (Dinslaken im Kreis Wesel)

Das Zivilrecht, auch als Recht der Privaten bezeichnet, reguliert eine Vielzahl von unterschiedlichen Rechtsbeziehungen. Sämtliche Konstellationen aufzuzählen ist keineswegs zielführend. Sie möchten aus nachvollziehbaren Gründen keine stundenlangen Recherchen über sich ergehen lassen müssen. Sie sind auf der Suche nach juristisch fundierter Hilfe und möchten nicht lange abwägen, ob ich Ihnen nun helfen kann oder nicht. Ich beschränke mich daher bei der Auflistung auf wesentliche Kernbegriffe.

Nun stellen Sie sich beispielsweise vor, Ihr minderjähriger Nachwuchs erzählt Ihnen beim gemeinsamen Abendbrot voller Stolz von seiner neusten Investition. Immerhin war der 3D-Fernseher mit 4K-Auflösung inklusive der Spielekonsole für 3.000,00 € ein echtes Schnäppchen. Nichtsdestotrotz widersprechen Sie dem Vertrag, doch der Verkäufer möchte davon nichts wissen. Schließlich wirkt die Jugend von heute schon so erwachsen.

Möglicherweise haben Sie gar keinen Nachwuchs, streiten allerdings mit der Kfz-Werkstatt darüber, ob nun ein wirksamer Werk- oder Dienstleistungsvertrag geschlossen worden ist. Ebenso bieten die sogenannten eBay-Fälle immer genug Nährstoff für eine rechtliche Auseinandersetzung. 

Zu meinem Tätigkeitsschwerpunkt "Zivilrecht" zählen insbesondere

  • Kaufverträge,
  • Dienstverträge,
  • Werkverträge,
  • Reiserecht,
  • Deliktische Ansprüche sowie
  • Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung.

Die Aufzählung zeigt bereits, wie vielseitig das Zivilrecht ist. Falls Sie nicht sicher sind, ob Ihr Problem unter das "Allgemeine Recht" fällt, scheuen Sie sich bitte nicht davor, mich zu kontaktieren. Ich werde Ihnen spätestens bei einem persönlichen Gespräch offen und ehrlich mitteilen, ob ich Sie als Anwalt bei Ihrem rechtlichen Problem vertreten kann, weil es zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten zählt. 

Reiserecht - Den (Horror-) Urlaub aus dem Wasser ziehen!

Besonders möchte ich meine Tätigkeit im Reiserecht hervorheben. Es ist ebenfalls Teil des Zivilrechts. Ich mache aber kenntlich, dass ich im Reiserecht sehr spezialisiert agiere. Das bedeutet, dass ich zB Ihre Ansprüche bei Flugverspätung nicht geltend machen kann.

Ich beschränke mich im Reiserecht ausschließlich auf Mängelansprüche sowie Schadensersatzforderungen.

Was im Reisekatalog wie eine naturbelassene Oase erscheint, entpuppt sich in Wahrheit als Großbaustelle. Täglicher Baustellenlärm ersetzt kein unterhaltsames Animationsprogramm, sondern kann eine erhebliche Belastung darstellen.

Manche Urlauber haben gar nicht die Zeit, um sich von diesem Schock zu erholen, weil bereits die nächste Überraschung auf sie wartet. Das gebuchte Doppelzimmer ist in Wirklichkeit ein Einzelzimmer, das vor allem für Ungeziefer ein regelrechtes Paradies ist. Schimmel an den Wänden, Risse im Fundament und der Ausfall von Versorgungseinrichtungen stellen jeden Geduldsfaden auf eine harte Probe. Meerblick und eigener Balkon? Fehlanzeige! Das an der Eingangstür zu den Kureinrichtungen angebrachte "Close" (Geschlossen)-Schild kann in dieser Situation wahrscheinlich an Ironie nicht mehr überboten werden.

Möglicherweise hätten Sie vor Ihrer Abreise auch niemals damit gerechnet, dass Ihr Kind plötzlich und unerwartet auf den spiegelglatten Fliesen im Flur ausrutscht, und sich dabei das Bein bricht. Ein Schild, das auf den frisch gewischten Boden hinweist, existiert schlichtweg nicht.

Diese und viele weitere Fälle beschäftigen mich im Reiserecht. Es ist hier nicht die An- oder Abreise, die für Ärger sorgt. Das Geschehen ereignet sich unmittelbar vor Ort. 

Es gibt so viele Gründe, weshalb ein erhoffter Traumurlaub in einem regelrechten Albtraum enden kann. Wenn nunmehr die zugesagte deutsche Reiseleitung jegliche Sprachkenntnis verloren hat, fühlen sich Reisende zu Recht "abgezockt". Ich setze mich für Betroffene im Reiserecht ein, um einen missglückten Urlaub bestmöglich zu retten.

Idealerweise lesen Sie diesen Text -dank funktionierendem WLAN oder Auslandsdatenflat- noch während Ihres Urlaubs. Ich möchte Ihnen nicht nur mein Bedauern bekunden, sondern Ihnen schon jetzt eine Hilfestellung bieten. Die nachfolgenden Informationen dienen daher insbesondere dem rechtssicheren Vorgehen. Mehr kann ich leider (noch) nicht für Sie tun.

Damit Sie bestehende Ansprüche form- und fristgerecht durchsetzen können, biete ich Ihnen meine Hilfe als Rechtsanwalt, der sich unter anderem auf diese Bereiche des Reiserechts spezialisiert hat, unmittelbar bei Ihrer Rückkehr an.

Was setzt die Geltendmachung von Reisemängeln voraus?

Zunächst muss gemäß § 651c BGB überhaupt ein Reisemangel vorliegen. Das setzt voraus, dass die tatsächlichen Eigenschaften der Reise von den zugesicherten negativ abweichen. Exemplarisch wird die sogenannte Soll-Beschaffenheit durch den Buchungsprospekt definiert. Sie kann sich auch aus der jeweiligen Reiseform ergeben, beispielsweise wenn eine Luxus-oder Billigreise gebucht werden. Die Argumentation setzt eine saubere Auseinandersetzung mit dem Einzelfall voraus.

Reisemängel können lediglich im Rahmen von Pauschalreisen geltend gemacht werden. Ausgangspunkt ist demnach, dass mit der Buchung mindestens zwei Leistungen beansprucht werden (zum Beispiel Flug und Hotel). Haben Sie stattdessen eine Ferienwohnung von privat gebucht, wobei Sie auf eigene Kosten angereist sind, können Sie bei Mängeln keine reise-, sondern mietrechtliche Ansprüche geltend machen. Bei Ferienwohnungen im Ausland ist darauf zu achten, dass unter Umständen das Recht der belegenen Sache (der Ferienwohnung) anzuwenden ist.

Werden Sie schon im Urlaub aktiv - Ohne Reklamation kein Recht

Damit Sie Schadensersatz und Reiseminderung geltend machen können, werden Sie unbedingt bereits während Ihres Aufenthalts aktiv. Ausgangslage für den Anspruch auf Erstattung ist die Reklamation vor Ort. Das ergibt sich unmittelbar aus § 651 o BGB. Nach dieser Vorschrift muss dem vor Ort anwesenden Reiseleiter jeder Mangel mitgeteilt werden. Darüber hinaus muss er zur Mängelbeseitigung aufgefordert werden. Nach dem Gesetzeszweck muss dem Reiseveranstalter die Möglichkeit gegeben werden, die geltend gemachten Mängel innerhalb einer adäquaten Frist zu beheben. Abhilfe kann unter Umständen schon ein Hotelzimmerwechsel schaffen, sodass auch in Ihrem eigenen Interesse das persönliche Gespräch durchaus hilfreich sein kann. Die Reiseleitung muss für Gäste jederzeit ansprechbar sein! 

Oftmals nutzen die Reiseveranstalter ein entsprechendes Formular für die Mängelanzeige. Davon sollten Sie sich unbedingt eine Kopie mitgeben lassen! Wichtig ist, dass der Reiseleiter Ihnen die Beschwerde durch seine Unterschrift quittiert.

Darüber hinaus tragen Sie als Reisender die Beweislast für die von Ihnen gerügten Mängel. Es ist empfehlenswert, sämtliche Defizite mit Fotoaufnahmen zu dokumentieren. Achten Sie darauf, dass mindestens ein Bild in Nahaufnahme mit einer Datumsangabe versehen ist. Dazu kann beispielsweise eine aktuelle Tageszeitung genutzt werden.

Falls Ihre Urlaubsfreude durch Lärm eingeschränkt wird, legen Sie ein Lärmtagebuch in Protokollform an. Lärm ist durchaus von einem subjektiven Empfinden geprägt. Nichtsdestotrotz lassen Art der Lärmverursachung sowie Dauer auch nachträglich Rückschlüsse auf die Intensität der Beeinträchtigung zu.

Individuelle Eigenschaften werden in der Regel zunächst nicht berücksichtigt. Sammeln Sie alles, was Sie vor Ort für beweistauglich halten! Aussortieren können wir später. Sie können beispielhaft auch mit anderen Gästen in Kontakt treten, die unter Umständen auch selbst betroffen sind. Dadurch können Ihre Aussagen durch Zeugen belegt werden.

Die Reiseleitung unternimmt nichts! Was kann ich tun?

Gesetzlich ist in § 651 i Absatz 3 BGB geregelt, dass Reisende selbst Abhilfe schaffen können, wenn der Reiseveranstalter innerhalb einer angemessenen Frist nicht tätig wird. Die erforderlichen Aufwendungen können Urlauber ersetzt verlangen. Bei dieser Vorschrift ist jedoch Vorsicht geboten. Im Kern geht es um die Frage, welche Aufwendungen tatsächlich erforderlich sind.

Jeden Reisenden trifft eine Schadenminderungspflicht. Bietet Ihnen der Reiseveranstalter zum Beispiel ein Hotelzimmer in der gleichen Sternekategorie als Ersatz an, und gehen Sie auf das Angebot nicht ein, kann Ihnen im Nachhinein eventuell ein Verstoß gegen Ihre Schadensminderungspflicht vorgehalten werden. Dasselbe gilt auch dann, wenn Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, obwohl das Vorliegen der Mängel gar nicht vom Reiseveranstalter bestritten wird. Die Kosten für den Rechtsbeistand können Sie dann womöglich nicht geltend machen.

Das Gesetz regelt gerade die Fälle, in denen der Veranstalter untätig bleibt. Dennoch ist auch hier der Grundsatz der Schadensminderungspflicht zu beachten. Im Einzelfall kann es durchaus denkbar sein, dass dem Reisenden ein weiterer Aufenthalt in dem überlassenen Hotelzimmer nicht zuzumuten ist. Er kann sich daher eine andere Unterkunft suchen, wobei die Mehrkosten als Aufwendungen geltend gemacht werden können. Wer allerdings seine gebuchte Mittelklasseunterkunft durch ein Luxushotel ersetzt, bleibt unter Umständen auf den (nicht erforderlichen) Aufwendungen sitzen. Bei einem Wechsel der Unterkunft als letztes Mittel sollte stets in vergleichbaren Preiskategorien selektiert werden.

Wie verhalte ich mich nach dem Urlaub?

Bei gravierenden Mängeln ist an erholsame Urlaubszeit kaum zu denken. Dennoch bleibt Ihnen leider nicht viel Zeit, um nach einer missglückten Reise tätig zu werden.

Die Verjährungsfrist für den Klageweg beträgt gemäß § 651 j BGB zwei Jahre. Derart lange sollten Sie in Ihrem eigenen Interesse natürlich nicht zuwarten. Der Einwand der Verwirkung ist schnell ausgesprochen. Gerne übernehme ich für Sie sofort die außergerichtliche Kommunikation mit dem Veranstalter. Dabei prüfe ich zunächst Ihr persönliches Urlaubsschicksal. Anschließend werde ich die Ersatzforderung beziffern, um Ihre Ansprüche gegenüber dem Reiseveranstalter geltend zu machen.

Sollte sich der Veranstalter weiterhin uneinsichtig zeigen, werde ich Sie versiert über die weiteren Möglichkeiten aufklären. Immer wieder scheitern reiserechtliche Verfahren an vermeidbaren Fehlern. Dazu zählen beispielsweise Fristversäumnisse, Formfehler oder unhaltbare Forderungsaufstellungen. Ich berate und vertrete Sie daher kompetent in allen Fragen des Reiserechts, damit Sie sich möglichst bald Ihren künftigen Reiseplanungen widmen können.

Hinweis: Falls Sie Ihre Ansprüche ohne anwaltliche Hilfe geltend machen möchten, finden Sie im Internet eine Vielzahl von Informationen. Vor allem die Frankfurter und Kemptener Reisemängeltabelle bieten eine erste Orientierungshilfe. Beachten Sie aber, dass Gerichte an solche Tabellen nicht gebunden sind, sondern im Einzelfall entscheiden. Die Tabellen dienen lediglich als Maßstab. Jeder Mangel muss objektiv im Hinblick auf seine Schwere bewertet werden.